Daten: Fragen und Antworten

Personenbezogene Daten beim „Surfen“ und im Online-Shopping

Abstract

Wie bestimme ich selbstverantwortlich über meine Daten? 

Wer hilft bei Problemen?

Alle Unternehmen und Behörden, die regelmäßig Daten verarbeiten, müssen eine*n Datenschutzbeauftragte*n einsetzen. Bei kleineren Unternehmen sind dies oft externe Personen. Datenschutzbeauftragte genießen besonderen Schutz im Unternehmen. Sie sind (zumindest in der Theorie) unabhängig von den Interessen des Unternehmens.

An Datenschutzbeauftragte kann sich wenden, wer eine Frage zur Verarbeitung der eigenen Daten hat. Es genügt, eine „Datenschutzanfrage” an ein Unternehmen oder eine Behörde zu richten. Vorlagen dafür gibt es bei den Verbraucherzentralen.

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Grafik Datenschutzbeauftragter

Wenn ich mit meinem Anliegen nicht weiterkomme, weil ein Unternehmen keine Auskunft über gespeicherte Daten erteilt, kann ich mich anschließend an die zuständige Behörde meines Bundeslandes wenden. In der Regel heißt die zuständige Person Landesbeauftragte*r für Datenschutz.

Auf Bundesebene ist dann die oder der „Bundesdatenschutzbeauftragte“ zuständig. Landes- und Bundesbehörden können Unternehmen mit hohen Strafen belegen, wenn sie gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen.

Aufgabe

Description

In welcher Reihenfolge spreche ich die zuständigen Personen an, wenn ich Probleme mit Behörden oder Unternehmen habe, die meine Daten verarbeiten?

Ziehe die Ansprechpersonen in die richtigen Felder!

Interactive tasks

Websites sammeln Daten

Auf Websites zeichnen Cookies das Nutzungsverhalten auf: Gut zu sehen ist das am Beispiel einer Nachrichten-Website. Beim ersten Aufruf der Seite legt sich ein Schatten, ein Kasten oder ein Rahmen über die Seite mit einem Text, der um die Zustimmung zum Setzen von Cookies bittet.

Das ist ein Hinweis darauf, dass viele Daten verarbeitet werden. Denn eine Seite, die kaum Daten speichert, hat meist nur am oberen oder unteren Rand einen kleinen OK-Button. Das ist etwa bei Blogs häufiger der Fall. Wird ein Banner eingeblendet wie bei der Nachrichtenseite aus dem Beispiel, kann ich dem Setzen aller Cookies zustimmen oder das Setzen von Cookies ablehnen.

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Grafik Coockie-Hinweis

Ich kann manchmal gezielt auswählen, welche Cookies ich zulasse. Eine sinnvolle Auswahl ist „Nur notwendige Cookies”. Doch bei der Auswahl von Cookies kann es vorkommen, dass Website-Betreiber*innen sogenannte „Dark Pattern” einsetzen, die zu unnötig kompliziertem oder ungewolltem Handeln verführen.

So sind auf manchen Webseiten die Schaltflächen für „Speichern“ oder „Nur notwendige Cookies” weit unauffälliger als die für „Alle Cookies akzeptieren“. Manchmal muss man sogar erst auf die Schaltfläche „Einstellungen anpassen“ klicken und kann erst dort auf „Nur notwendige Cookies speichern“ klicken.

Es kostet also mehr Zeit und ist umständlich, dem Speichern der Daten zu widersprechen. Und wer sich schnell durchklickt, übersieht möglicherweise, was er alles zulässt.

Wer ganz sichergehen möchte, dass keine Daten erhoben werden, muss alle Cookies am Ende seiner Browsersitzung löschen: dazu unter „Einstellungen” den Menüpunkt auswählen, der den Begriff „Datenschutz” enthält. Dort findet sich ein Bereich zum Löschen von Cookies. Nicht wundern: Beim nächsten Öffnen des Browsers fragen alle Websites wieder Cookie-Einstellungen ab.

Unabhängig davon kann ich auch ein sogenanntes Browser-Addon nutzen, das bestimmte Cookies blockiert. Manche Seiten funktionieren jedoch ohne Cookies nicht. Es ist spannend auszuprobieren, wie Webseiten darauf reagieren, wenn ein solcher Cookie-Blocker eingeschaltet ist.

Aufgabe

Interactive tasks